Glück und Bildung – das Eine geht nicht ohne das Andere ...

18.11.2013

Derzeit läuft in der ARD die Themenwoche „Glück“. Endlich mal! Schlechte und traurige Nachrichten gibt es schließlich massenhaft. Manchmal ist es angesichts der erschreckenden Meldungen und Bilder wirklich nicht leicht, den positiven Blick zu wahren. Wegschauen wäre schließlich auch mehr als verwerflich.

Mich stimmt nachdenklich, dass das Glück ganz offenbar auch vom Bildungsniveau abhängt, das ergab jedenfalls eine Umfrage von Infratest dimap, die unter 50.000 Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt wurde. Und das heißt für mich: Wenn wir etwas für das Glück der kommenden Generation tun möchten, dann sollten wir in ihre Bildung investieren.

Natürlich gibt es inzwischen einige regionale wie überregionale Stiftungen, Vereine und Organisationen, die sich der Thematik annehmen. Doch, ist das genug?

Immer noch haben es Kinder aus bildungsferneren Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund nicht leicht. Zahlen belegen, dass diese Kinder seltener ihr Abitur machen und auch seltener studieren, obwohl sie keinesfalls weniger intelligent sind. Da, finde ich, müssten wir alle mal überlegen, wie wir Rahmenbedingungen optimieren können und auch die Politik sollte hier dringend Hand anlegen! - Nur um nicht missverstanden zu werden: Mir geht es dabei keinesfalls um Gleichmacherei. Jedes Kind ist verschieden und benötigt angepasste, individuelle Förderung. Auch die so genannte „Einheitsschule“ kann überhaupt gar keine Probleme lösen.

Aber, es gibt sie auch, die positiven Beispiele, die zielführend sind. Eines davon durfte ich letzte Woche in Berlin kennen und schätzen lernen: Das Projekt „Geh Deinen Weg“ der Deutschlandstiftung Integration. Dort heißt es so schön: „Deutschland ist ein Land der Vielfalt. Jeder hat hier die Chance, etwas aus seinem Leben zu machen. … Integration stärkt den Zusammenhalt in unserem Land.“ Nun, dem stimme ich zu, ohne Wenn und Aber.

Noch schöner ist es allerdings, wenn auch den deutschen Kindern mit familiär schwierigem Background die Türen gleichermaßen geöffnet werden. Bisher habe ich dazu lediglich ein kleines Projekt an der Universität Gelsenkirchen gefunden. Wer hier gute Ideen und Anregungen hat, möge mir bitte schreiben. Ich möchte mich da gern einbringen und dadurch das kleine Glück der nächsten Generation befruchten.






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