Gedanken zu unbegrenztem Wirtschaftswachstum

17.09.2010

Wie wäre es mit Aristoteles als einen immer noch aktuellen Analysten:

Oikonomeia als die Lehre von der richtigen Haushaltung.

Will heißen: Ziel des (wirtschaftlichen) Handelns und das Handeln selbst können laut dem verdienten Philosophen nicht unbegrenzt sein.

Schon deshalb, weil ein unbegrenztes Ziel nicht erstrebenswert ist.

Eben weil das Streben auf einen unbegrenzten Zweck hin ins Leere geht und somit sinnlos ist. Oikonomeia als gesellschaftlich verantwortliches Handeln wird dagegen durch Maßhalten gekennzeichnet.

Schon Aristoteles hat das menschliche Phänomen des „Immer-Mehr-Haben-Wollens“ erkannt. Was sich für ihn in der so genannten Gelderwerbskunst, der so genannten Chrematistik, ausdrückt: Geld nicht mehr als Tauschmittel, um sich mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen, sondern als Mittel, noch mehr Geld anzuhäufen. Damit findet die Chrematistik eben keine natürliche Grenze mehr, weil Geld beliebig vermehrbar und anzuhäufen ist.

Und sie kennt auch keine Begrenzung des erwirtschafteten Reichtums, da dieser nicht länger ein Mittel für vernunftbedingte Zwecke ist, sondern unbegrenzter Selbstzweck. (Quelle: Dietmar A. Schulte, Wuppertal)






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