Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

Über die Freiheit von Eltern und Unternehmen

10.05.2011

Das engmaschige Regelwutnetz unseres Staates wird mir als Unternehmerin seit Jahren täglich schmerzlich bewusst. Ich mag mir noch nicht einmal mehr Gedanken darüber machen, wie viel mich diese unglaubliche, unfassbare „unternehmerische Freiheit“ monatlich kostet. Aus dem jüngsten Bericht des Instituts für Wirtschaft kann ich schmerzlich ablesen, dass es insgesamt weit mehr als 40 Milliarden Euro p.a. sind, die den Unternehmen durch Bürokratie und unsinnige Formalien, die zu erfüllen sind, verloren gehen. Da wird meine Freiheit ganz schön reglementiert. Regeln und die Kontrolle darüber, dass diese eingehalten werden, muss es geben, ohne jede Frage. Und wer bestimmt dann darüber, ob sie sinnvoll oder unsinnig sind? Der Staat? Politiker, die die Interessen ALLER im Auge haben? Staatsbedienstete, die eine Rechtfertigung für das von ihnen geschaffene Kontrollsystem brauchen und die immer mehr wertvolles volkswirtschaftliches Kapital verschlingen, weil sie bezahlt werden müssen? Oder sind es nicht gar die schwarzen Schafe, die ihre schwarzen Mücken ins Ausland bringen und damit den Staatsbediensteten ihr wohlverdientes Gehalt und den Politikern ihr „(Spiel)Steuergeld“ neiden, mit dem zum Wohle ALLER umgegangen werden sollte. Keine leicht zu beantwortenden Fragen!

Ich behaupte, kein Mensch ist wirklich frei. Immer dort, wo es ein Miteinander gibt, da gibt es selbstverständlich auch Regeln des Miteinanders und es gibt unterschiedliche Interessenslagen. Immer da, wo Menschen auf einander treffen, da gibt es jemanden, der etwas erreichen möchte und jemand anderen, der das auf Grund einer anderen Interessenslage verhindern möchte. Mir wird dabei sofort klar, dass Freiheit nur eine Utopie sein kann. Es gibt Menschen, die sich sehr gut durchsetzen können und diese beschneiden andere Menschen, die das nicht können. Im Volksmund heißt es dann: „haben eben eine starke Lobby,“ zum Beispiel die Hotels.

Nehmen wir ein anderes Beispiel: unser Bildungssystem. Das ist dem Lippenbekenntnis vieler Politiker vor Wahlen folgend jeweils das Zukunftsthema schlecht hin. Nach einer Wahl lässt sich dann aber immer wieder feststellen, ändern hat was mit Geld zu tun und davon gibt es natürlich jeweils zu wenig. Außerdem sind es immer „DIE ANDEREN“ die zuständig sind. Wie ein roter Feuerball wird die Verantwortung von A (Kommune) nach B (Land) zu C (Bund) und wieder zurück zu A geschoben. Bis dann wirklich eine Verbesserung eintritt, ist die Generation von Schülern, die gerade vom verbesserungswürdigen Systemen gebeutelt ist längst erwachsen. Im Schneckentempo geht es seit Jahren zum Beispiel mit Ganztagsschulen voran. Jeder verantwortungsbewusste Politiker weiß, dass Ganztagsschulen notwendig sind, um Eltern die Freiheit zu geben, beruhigt und ohne größere Sorge einer Arbeit nach zu gehen. Jeder vernünftig denkende Mensch weiß auch seit Jahrzehnten, dass Frauen sich nur dann die Freiheit nehmen Kinder zu bekommen, wenn sie diese in Freiheit und ohne soziale Armut aufziehen können. Leider scheitern vernünftige diesbezügliche Konzepte immer wieder am Geld. Und so hat sich seit Jahrzehnten fast nichts verändert. Familien, Väter wie Mütter, sind bei uns so unfrei, dass es eigentlich nur dem manchmal starken menschlichen Instinkt, der sich wider aller Vernunft durchsetzt, zu verdanken ist, dass sich junge Paare die Freiheit nehmen, eine Familie zu gründen und sich damit auf Jahrzehnte in Unfreiheit begeben. Politik scheint mir diesbezüglich nicht nur machtlos zu sein, ich erlebe sie als hilflos und als offensichtlich völlig ahnungslos.

Dass persönliche Freiheit immer wieder an die Grenzen von Rahmenbedingungen stößt, das ist a priori unvermeidlich. Das Vernunft uns zwingt, manchmal auf Freiheit zu Gunsten des Großen Ganzen zu verzichten, auch das mag in der Natur der Sache liegen. Das Werte wie Freiwilligkeit und persönliches Engagement für die Gesellschaft, häufig in unserer auf Individualität setzenden Ellenbogengesellschaft auf wenig Akzeptanz und Gegenliebe stoßen, ist ja noch irgendwie erträglich, dass aber zwingend notwendige Schritte, um unsere Gesellschaft überhaupt zu erhalten von den handelnden Politikern der Art mit Füßen getreten werden, das macht mich täglich als familienfreundliche Unternehmerin wütend!

In Hameln zum Beispiel gibt es Überlegungen, die Ganztagsschule am Klüt wieder abzuschaffen, weil sie nicht mehr finanzierbar ist. Da hat Politik, in dem Fall wohl die Landespolitik, dann GANZE ARBEIT geleistet. Herzlichen Glückwunsch. Das ich darüber hinaus eine vernünftige Nachmittagsbetreuung der Schulkinder meiner Mitarbeiter nicht mal als Kosten laufen lassen kann und meine Mitarbeiter/innen dafür auch noch oben auf Sozialversicherungsbeiträge abführen müssen, das ist ein Skandal. Ich verstehe inzwischen, warum die Bürger an den Grundwerten der Demokratie zweifeln und immer häufiger das Zepter in Bürgerinitiativen selbst in die Hand nehmen.

Und dann? Werden wir weiter reglementiert? Oder bedeutet Freiheit dann auch endlich mal Verantwortung für eigene Entscheidungen eines jeden Politikers und die zukünftigen politischen Weichenstellungen. Ich würde es mir im Sinne der Eltern sehr wünschen. Und nicht das ich missverstanden werde, ich bekenne mich dazu liberal zu denken und möglichst auch zu handeln. Ich wertschätze die Freiheit sehr, kenne aber auch die Ambivalenzen, die dieser Begriff mit sich bringt. Jetzt freue ich mich auf einen neuen deutschen Liberalismus, der bald mitfühlender, also empathischer sein wird. Haben Kinder und Eltern dann bessere Chancen?

Fachkräftemangel: Kluge Unternehmen handeln jetzt familienfreundlich!

02.05.2011

Da die Gesellschaft immer älter wird, vermute ich schwer, dass Frauen und Männer, die Familie und Beruf unter einen Hut bekommen möchten, bald schon bessere Chancen haben werden.

Was für meine Zunft, die Werbe- und IT-Branche, bereits seit längerer Zeit gilt, scheint wohl auch andere Bereiche der Wirtschaft bald zu ereilen: Der Fachkräftemangel. Und so liest man in der einschlägigen Presse, auch ohne dass die Politik für Familien nur wenige bessere Rahmenbedingungen geschaffen hat, dass sich Arbeitnehmer sehr bald aussuchen können, wann und wie sie wo arbeiten werden. Das ist gut für Familienverantwortliche und damit für ihre Kinder.

Wohl dem Unternehmen, das hier gute Arbeitsbedingungen geschaffen hat und ein arbeitnehmerfreundliches Klima zu bieten hat. Auch wenn junge Akademiker(innen) sich beim Einstieg ins Berufsleben derzeit immer noch etwas schwer tun, weil die Unternehmen nach wie vor die hochqualifizierten Fachkräfte unter 30 Jahren mit 10 Jahren Berufserfahrung vorziehen, so ist bereits jetzt eine Trendwende zu erkennen. Hochkarätige Personaldienstleister verkünden jetzt schon: "Wir können gar nicht so schnell das Personal beschaffen, wie wir es vermitteln könnten!" Und das gilt nicht nur in unserem, dem Werbe- und Kommunikationsbereich oder bei den Ingenieuren.

Vor allem der Mittelstand muss endlich anfangen, sich umzustellen, sonst wird er rasant schnell unter den Personaleinbrüchen leiden. Bis zum Jahr 2030 sollen wohl 7,5 Millionen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter zur Verfügung stehen. Das hieße: Auf uns käme eine Zeit der "Vollbeschäftigung" zu. Da die großen Unternehmen entschieden mehr Möglichkeiten haben, Ihren Mitarbeitern was Tolles zu bieten, ist es für die Mittelständler umso wichtiger, sich familienfreundlich aufzustellen und sehr rechtzeitig Nachwuchskräfte zu suchen, zu entwickeln und zu fördern. Dabei werden neue Arbeitszeitmodelle entstehen und es wird eine neue wertschätzende Kommunikationskultur entstehen, die auch ganz allgemein zwischenmenschlichen Bereich von Vorteil sein wird.

Haben die Unternehmen Kommunikation bisher für ihre potentiellen Kunden betrieben, so werden sie zukünftig in aller erster Linie Kommunikation für potentielle Mitarbeiter betreiben müssen, denn sonst können sie ihren Kunden keine passenden Leistungen und Produkte mehr anbieten. Wohl dem Unternehmen, das an einem nachhaltigen verantwortungsbewussten und klar erkennbarem Image gefeilt hat.

Ich freue mich auf die neuen Zeiten und erlebe sie als Riesenchance für meine Kinder und die vielen jungen Leute, die es bisher ganz schön schwer hatten, immer dann, wenn sie ihre Familie und ihren Beruf unter einen Hut bringen mussten. Frauen werden dabei am meisten profitieren und das erfüllt mich so richtig mit Freude, zumal wir nur Mädchen haben.

Gedicht zum Umzug von einem Freund

14.02.2011

Die Römische Villa, villa urbana
Einst ein Gebäude außerhalb der Stadtmauern
Ein Landsitz gar wohl, der ermöglichte
Die schnelle persönliche Rückkehr
Ins politische und gesellschaftliche Leben
Der Urbs

Man nennt ihn den ersten Patrizier
Scipio Africanus, der Verdiente
Da Karthago er dem Erdboden gleich gemacht
Mit ihm die villa urbana erwuchs zum Refugium
Weit weg von den öffentlichen Verpflichtungen
Um zu fröhnen griechisch geprägter Kultur
Und dem Lebensstil des Hellenismus

In der Folge vermehrt gar für die Genießer
Ein Lebensbereich des otium, der schöpferischen Muße
Die zu pflegen als Gegenpol zum ungeliebten negotium
Einem von Verantwortlichkeiten bestimmten Alltag

Dann eine Blütezeit noch um die Zeitenwende
Wem möglich, mehrere Villen eignete der
Entsprechend der Jahreszeit kühlend im Sommer
Die Region, und erwärmend im Winter
Beispielhaft die sprichwörtlichen Gastmähler des Lucullus
Cicero allein waren sieben Villen zugeschrieben

Nobilitas romana, vom Lande zurückgeführt
In die Urbs, die ach dem Brande zu Opfer gefallen
So daß dem Nero Platz genug in Rom
Ausgedehnte Parkanlagen zu kreieren
Um eine domus aurea erbauen zu lassen
Die Verstädterung der villa romana
Unter Domitian erstmals auch als öffentliche Residenz


Der Sprung durch Zeit und Raum
Ist weit nach Hameln
Da Kathrein und Axel ihre villa urbana beziehen
Mögen ihnen im neuen domus aurea
Viel refugium und otium zuteil werden
Auf daß dem Verfasser dieser Zeilen
Dereinst ein lukullisches Gastmahl dort zuteil

(Dietmar J.A. Schulte, Wuppertal)

Frauen in Führungsverantwortung - Suche nach der Nadel im Heuhaufen?

25.01.2011

Wir haben das Jahr 2011. Wenn wir die Presse verfolgen, dann stellen wir fest, dass es immer noch eine Rarität ist, dass "Frau" es an die Spitze schafft - und wie gesagt, wir leben nicht im Mittelalter.

Wenn ich dieses Phänomen mit jungen Frauen aus dem nahen Ausland diskutiere, stoße ich in der Regel auf Unverständnis. Aber, woran liegt es denn nun wirklich, dass Frauen weniger verdienen und dass sie es weit schwerer haben, die Karriereleiter nach ganz oben zu schaffen?

Am mangelnden Engagement liegt es nicht. Frauen sind ebenso kompetent und engagiert wie ihre männlichen Kollegen. Sind es nun die "bösen" Männer, die Frauen davon abhalten, Karriere zu machen? Auch nicht. Erstens sind Männer nicht böse und zweitens ist die neue Generation Frau viel zu selbstbewusst, um sich von männlichen Kollegen den Schneid abkaufen zu lassen. Das beweisen zu mindest die jungen Damen in meinem beruflichen und privaten Umfeld täglich.

Also, was ist es dann? Vielleicht doch das kleine "Defizit", dass der Arbeitgeber mit Ausfällen zu rechnen hat, wenn die jungen, selbstbewussten Ladies dann doch auf Familie und Kinder nicht verzichten möchten? Ist das überhaupt ein "Defizit"?

Aus weiblicher Sicht natürlich nicht. Und auch gesellschaftlich betrachtet ist jeder Kinderwunsch durchaus zu begrüßen. Vor allem dann, wenn Frau mit beiden Beinen im Leben steht und auf Grund ihrer sozialen Kompetenz auch eine ideale, oder zu mindest eine gute Mutter zu sein scheint. Aus Unternehmersicht sieht die Sache natürlich anders aus. Und das erleben kleine und mittelständige Betriebe hautnah mit jeder Schwangerschaft einer ihrer Mitarbeiterinnen.

Die werdenden Mamis steigen 6 Wochen vor der Geburt aus. Und dank des hervorragenden Mutterschutzes und der Elternzeit meist erst 2 Jahre später wieder ein. Für jeden Kleinbetrieb bleibt das natürlich eine schwierige Situation. Hinzu kommen sicher vom Gesetzgeber gewollte, und für die Frauen nützliche Aspekte, wie der, dass Mutterschutz der Krankheit gleichgestellt ist. Also zum Beispiel Urlaubsanspruch besteht, obwohl die werdende Mami nun mal gar nicht arbeitet. Einen Kündigungsschutz genießt die junge Frau ja eh vom ersten Tag an, und das auch während der Probezeit. Dem kann man sicher noch das ein oder andere Privileg gegenüber ihren männlichen Kollegen, die nie schwanger werden hinzu fügen....

All das ist sinnvoll, ohne Frage! Nur, ist es wirklich richtig, dass all das den Arbeitgebern an der Backe klebt? Ich kann mir da durchaus andere Regelungen vorstellen, die die Unternehmen weniger belasten und den jungen Frauen trotzdem eine gute Zeit während und nach der Schwangerschaft ermöglichen. Und darüber hinaus ist Schwangerschaft zwar beschwerlich, aber keine Krankheit! Ich bin froh, dass ich mich in meinem kleinen Betrieb über eine Versicherung ein wenig vor den teuren Lohnfortzahlungen schützen kann und bin überzeugt davon, dass viel mehr junge Frauen Karriere machen würden, wenn sie nicht hinter vor gehaltener Hand, würde ja niemand mehr laut zugeben dürfen, als "Geschäftsrisiko" eingestuft würden. Eine erste Maßnahme wäre da natürlich ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges Betreuungsprogramm für Kinder von 3 Monaten bis 14 Jahren.

Wirtschaftsraum Weserbergland - Kampagne an den Start gebracht

29.11.2010

Märchenhaft waren die Bedingungen natürlich nicht, als ich mit meinem Team begann darüber nachzudenken, wie sich die Wirtschaft im Weserbergland stark positionieren könne ...

Die Weserbegland AG hat in den letzten Jahren ja eher im Dornröschenschlaf verbracht und den Firmen in der Region eher selten ihr Profil und ihren Nutzen gezeigt. Was muss also geschehen, damit sie bei den Unternehmen wieder ernst genommen werden kann? Nun, da waren sich die Aktionäre schnell einig. Wenn etwas die Menschen und vor allem die Firmen in den nächsten Jahren bewegen wird, dann ist es der Fachkräftemangel. Und wenn sich die Region nicht von den großen Städten und besser aufgestellten Regionen die besten Köpfe wegschnappen lassen will, dann muß das Weserbergland mehr als das touristische Gesicht zeigen.

Aber was zeichnet denn eigentlich unsere Region aus? Wodurch unterscheiden wir uns von den anderen? Was ist in unserer ländlichen Umgebung besser als z.B. in Hannover oder gar Hamburg? Das war nicht ganz so leicht zu beantworten. Wer sich nun aber für das Ergebnis interessiert, der kann direkt schauen:www.wirtschaft-weserbergland.de !

Ich freue mich über das neue Engagement der Weserbergland AG und wünsche Herrn Born und den Akteuren Erfolg und das notwendige Glück. Wünschenswert, wenn Alle in der Region fest zusammenstehen und der Kampagne zu dem Erfolg verhelfen, den sie verdient. Werben Sie für unser "Märchenland für Realisten".

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