Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

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Mediengestalterausbildung Nds: Warum plötzlich 2 Tage Schule?

15.09.2010

Wenn die jungen Leute direkt nach der Schule in unserem Betrieb mit ihrer Ausbildung starten, wäre es wünschenswert, wenn wir sie erst einmal hier im Betrieb behalten könnten um ihnen die notwendigen Basics beizubringen. Wie telefoniere ich richtig, was ist ein Gespächsprotokoll, was sind meine Rechte und Pflichten, wie funktioniert die Datei- und Papierablage, was ist Projektverwaltung und vieles mehr stellt die jungen Leute vor große Herausforderungen. Alles ist neu, alles ist anders und oben drauf müssen sie erst einmal im Team ankommen.

Sie sollen viele neue Dinge und die Zusammenhänge verstehen lernen.

Sie sollen die Unternehmensleitlinien lernen, einen gewissen Dresscode mit bekommen, viele, viele kleine Dinge bei der richtigen Kommunikation lernen und sie sollten möglichst schnell in der Praxis ankommen. Sie müssen die Kunden kennen- und wertschätzen lernen, sie brauchen Verständnis für die Zusammenhänge im Betrieb und sie benötigen betriebswirtschaftliches Denken, selbst wenn sie bei uns Mediengestalter und Designer als Beruf erlernen sollen.

Warum dann 2 Tage Schule in der Woche?

In den vergangenen Jahren reichte es aus, wenn sie einen Tag in der Woche in der Schule verbrachten. Und das ist nun aber leider vorbei! Als ich unsere neue Azubiene nun fragte, was macht ihr da denn so und sie mir ihren schulischen Tag schilderte, kamen mir leichte Zweifel am System:

Ist es wirklich notwendig, die sportlichen und religiösen Fähigkeiten einer Abiturientin zu trainieren? Benötigt sie wirklich Grundkenntnisse in Deutsch, Politik und Englisch? Ich hätte sie doch gar nicht eingestellt, wenn da irgendwelche Defizite zu vermuten wären. Was hat sie davon, wenn sie in Sport eine EINS auf ihrem Zeugnis findet? Doch eher rein gar nichts.

Nun ist es nicht so, dass ich glaube, jeder Schulabgänger sei in den Grundfächern perfekt und fertig, wenn er seine Ausbildung beginnt. Aber gerade in unserem Bereich gibt es nahezu nur Abiturienten und Fachoberschulabsolventen, die sich für die Ausbildung interessieren. Da sollte man differenzieren! Und wenn die 2 Tage schon einen Sinn machen sollen, dann sollte doch bitte fachbezogen gelernt werden dürfen.

Was denken Sie darüber?

Mir graust es: Lohnnebenkosten steigen!

06.07.2010

Die Schlagzeile der Zeit "Koalition lässt die Kassen kassieren" lässt mich erst ein Mal tief durchatmen. Also, Arbeit ruhen lassen und erst einmal lesen, was bei dem Gesundheitsreförmchen heraus gekommen ist.

Also: Es bleibt alles beim Alten. Philipp Rösler muss gute Miene zu diesem Spiel machen, ob er will oder nicht. Er hat ein riesiges Loch zu stopfen und alle Politgrößen um ihn herum scheinen immer noch der Meinung zu sein, es ginge mit den traditionellen Mitteln. Mut zu einer wirklichen Reform hat niemand! Angesichts des eh schon schlechten Images der Regierung mag der ein oder andere das ja verstehen. Als Unternehmerin, die jeden Pfennig 3 Mal verdienen muss - ein Mal für die Mitarbeitergehälter - ein Mal für die allgemeinen Lohnnebenkosten und ein Mal für die sonstigen Kosten - bin ich langsam sehr ungeduldig, ja eigentlich sogar richtig wütend.

Mir ist schon klar, dass wirkliche Reformen Zeit brauchen und dass dazu auch gegenseitiges Verstehen und ein fairer Umgang der Koalitionspartner notwendig wäre. Wenn man das Gefühl hätte, da kommt etwas in Bewegung, da geht etwas voran, die Karre wird langsam aus dem Dreck gezogen, dann wäre es ja in Ordnung. Aber, weit gefehlt! Weder Arbeitgebern noch Arbeitnehmern wird dieses weitere verschieben notwendiger Schritte gerecht. Eine Steigung der Lohnnebenkosten ist wie eine halbe Wurzelbehandlung, die den Eiterherd sich weiter ausdehnen lässt. Ich rufe nach Berlin: Denkt doch einmal an den demografischen Wandel. Der wird doch die Gesundheitskosten weiter explodieren lassen. Das wissen doch alle!

Spiegel Online sieht in seinem Statement "Schwarz-gelber Kompromiss" sogar eine gemeinsame ablehnende Haltung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände!

Tut mir leid: Das ist kein schwarz gelber sondern eindeutig ein fauler Kompromiss! Wieder eine 5 für die Regierungsbank. Und ich glaube nicht, dass sich Philipp Rösler damit rund um wohl fühlt.

Social Media werden Kommunikationsverhalten von Unternehmen verändern!

23.06.2010

Für mich steht fest: Unternehmen, die erfolgreich über die Social Media Plattformen kommunizieren, verschaffen sich Wettbewerbsvorteile. Erfolgreich heißt dabei aber nicht mit „Kanonen auf Spatzen schießen“, oder „viel hilft viel“. Geduld im Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses zum Konsumenten gewinnt an Bedeutung und platte Werbebotschaften und eine Produktwerbung, die nicht ehrlich und glaubwürdig ist, wird zunehmend aus den Märkten verschwinden.

Ist ja eigentlich gut, wenn die gute alte Empfehlung mehr Einfluss auf die Kaufentscheidung gewinnt. Ein Vorteil für Konsumenten und Produzenten qualitativ hochwertiger Produkte.

Hab zur geduldigen, erfolgreichen Unternehmens- und Produktkommunikation im Zeitalter der Social Media Plattformen ein wunderbar passendes Bild in einem der vielen Bücher gefunden, die ich derzeit zum Thema lese. Ich gebe es mal frei wieder:

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Bar und wollen eine attraktive Dame zu einem Drink einladen. Diese lächelt Sie an und freut sich. Sie würden sie bestimmt fragen, was sie gern hätte und Sie würden sich vorstellen und bestellen. So oder ähnlich, im übertragenen Sinn, verhält sich der kluge Kommunikationsverantwortliche. Der jenige, der die sozialen Internetnetzwerke noch nicht verstanden hat, wird wahrscheinlich zu folgendem Verhalten greifen: Er zerrt die Dame am Arm aus der Bar, stupst sie ins Auto und fährt mit ihr nach Hause, denn dort hat er noch ein Bier im Kühlschrank. Erfolgreich wird dieses Verhalten eher nicht sein. Heißt: wer versucht mit dem Holzhammer Verbraucher auf seine Produkte aufmerksam zu machen, der wird nicht erfolgreich sein. Klar! (gelesen in SOCIALNOMICS von Erik Qualmann)

Wobei, dass muss ich zugeben, Geduld ist eine Tugend, die wir in der schnelllebigen Zeit erst wieder lernen müssen.

Die Antwort zum Thema Datenschutz: Briefe schreiben!

18.06.2010

Vor 2 Tagen besuchte ich die Mailingtage in Nürnberg und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Richtig voll und lebendig ist sie geworden, diese Show rund um den Kundendialog, der ich eigentlich bereits vor einigen Jahren, so glaubte ich zu mindest, den Rücken zugewandt hatte.

Interessante Vorträge & workshops, komplett neue Angebote neben den zahlreiche traditionelle Anbieter, wie zum Beispiel der Post, geben ein putzmunteres und interessantes Gesamtbild. Vögele wirbt in der Tat immer noch mit seiner tollen Augenkamara während neben an ganz neue Gesichter und Namen wirklich zündende Ideen zu one-to-one-Marketing anzubieten haben. Die gekonnte Vernetzung zwischen Print- und Onlinekampagnen schreitet voran. Hat man sich vor einigen Jahren noch Gedanken darüber gemacht, wie man 10.000 E-Mails gleichzeitig und personalisiert versenden kann, so findet der interessierte Besucher heute unglaublich geschickte Ideen dazu, wie man Zielkunden dazu bewegen kann, Daten freiwillig herauszurücken. Und auch der lockere Umgang mit social media scheint kein Problem mehr zu sein. Faszinierend sind auch die Antworten für eine ganz individuelle maßgeschneiderte Ansprache in der Werbung. Dank intelligenter Software und den neuen Möglichkeiten des Digitaldrucks bewegt sich endlich was.

Auf der Rückfahrt dachte ich darüber nach, warum zum Thema Verbraucherdatenschutz eigentlich so viel "Tamtam" gemacht wird. Das Postgeheimnis gibt es ja immer noch und wenn private oder persönliche Botschaften, die Sicherheit benötigen, von A nach B transportiert werden müssen, kann man ja ruhig auch mal Briefe schreiben. Die Briefumschlagindustrie schaut derzeit etwas sparsam drein, aber da ist sie immer noch, sogar auf den neuen moderneren Mailingtagen wo mehr über E-Mails als über Brief, Katalog und Post gesprochen wird.

Schlüsselkinder: Wie siehts aus mit der Betreuung von Grundschulkindern?

09.06.2010

Immerhin gibt es inzwischen die verlässliche Grundschule. Damit ist Eltern zu mindest ein wenig geholfen den beruflichen Alltag zu regeln. Der Staat, sprich die Bundesregierung unterstützt auch ausdrücklich das Konzept der Ganztagsschule. Immerhin! Wie ein solches Konzept in funktionierenden Alltag umgesetzt wird, davon konnte ich mich gestern im Rahmen der FDP-Sommerreise in Hameln überzeugen und mich bei 2 Schulleitungen schlauer fragen. Meine Eindrücke nach dem Gespräch:

Mit den finanzierten Steinen, sprich dem Bau einer Mensa, ist der Ganztagsbetrieb an Grundschulen natürlich noch nicht aufzubauen. Aber eine weitere Unterstützung scheint es in Niedersachsen für Grundschulen nicht zu geben. Das heißt, ungeschultes Personal, meist ehemalige Arbeitslose, übernehmen die pädagogische Arbeit am Nachmittag in Kooperation mit Vereinen und Elterninitiativen, sofern die Grundschule eine so genannte echte Ganztagsschule ist. Wer eine qualifizierte Betreuung möchte, der muss in die Tasche greifen. Da gibt es Hortplätze, so man Glück hat bekommt man einen, und es gibt ein freiwilliges städtisches Angebot direkt an den Schulen. Das wird in Hameln mit ca. 300.000 Euro gestützt, weil die Beiträge der Eltern, 60 Euro im Monat pro Kind, da bei weitem nicht ausreichen, um dieses Angebot mit pädagogisch geschultem Personal zu besetzen.

In Hameln gibt es insgesamt 8 Grundschulen, die eine Nachmittagsbetreuung anbieten und insgesamt 10 Gruppen. Alle samt sind mit jeweils 20 Kindern besetzt. Darüber hinaus gibt es weiteren Bedarf, die Warteliste gibt da Auskunft. Dem hohen Engagement der Schulleitungen ist es zu verdanken, dass ein vielfältiges und kindgerechtes Angebot zu Stande kommt. Und die Hausaufgabenhilfe, ein spezielles Angebot am Nachmittag, ist bereits dem Rotstift zum Opfer gefallen. Die Frage, wann auch die städtische Unterstützung gestrichen wird, blieb im Gespräch natürlich offen. Angesichts der leeren Kassen könnte, so meine Vermutung, das aber leicht passieren. Ein Schreckgespenst!

Frau Hoffmann, Leiterin einer Schule in der Hamelner Nordstadt (hier wohnen viele Kinder mit Migrationshintergrund und die nicht so Reichen) sprach sogar von der Sorge, dass hier gerade eine 2-Klassengesellschaft selbst an den Grundschulen Einzug hält. Die Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre Kinder in die Betreuung am Nachmittag und diejenigen, die das nicht können, deren Kinder das aber eigentlich nötig hätten, können sich das eben nicht leisten. Für diese Kinder organisieren die Schulen zusammen mit den Kirchen und anderen sozialen Einrichtungen, Vereinen und Organisationen sowie ehrenamtlich tätigen älteren Schülern freiwillige Angebote zur Schularbeitenbetreuung und sinnvollen Freizeitgestaltung. Soweit die Situation derzeit.

Mit Ganztagsschule im eigentlichen Sinne hat das wenig zu tun. Der Not gehorchend helfen sich die Kommunen hier in Niedersachsen offensichtlich selbst, aber eigentlich wäre es Aufgabe des Landes, hier ein sinnvolles pädagogisches Konzept umzusetzen. Die Hamelner FDP Ratsfrau Ina Loth sprach im Gespräch sogar vom „Hamelner Modell“, dass in Niedersachsen Schule macht. Landesunterstützung Fehlanzeige? Nicht ganz. Immerhin erhalten die weiterführenden Schulen ein gewisses Kontingent an Lehrerstunden für die Nachmittagsbetreuung, so der Schulleiter Werner Heuer (Pestalozzischule, Hameln).

Familien, Väter und Mütter werden sich also weiter dafür einsetzen müssen, dass Schlüsselkinder endlich von der Bildfläche verschwinden. Da darf man nicht locker lassen! Angesichts der Probleme die wir haben, den bildungsferneren Schichten in unserer Gesellschaft die Tür zu qualifizierter Bildung offen zu halten und darüber hinaus Kindern mit Migrationshintergrund, dass sind übrigens keineswegs bildungsferne oder –unwillige Mitbürger, sinnvoll in unsere Gesellschaft zu integrieren, haben wir noch jede Menge politische Arbeit zu leisten. Im Bund, im Land und auch in den Kommunen. Steine alleine reichen nicht, um die Fachkräfte von Morgen zu qualifizieren rufe ich nach Berlin und nach Hannover! Und, sorgt endlich dafür, dass ich als Unternehmerin die Nachmittagsbetreuung der Grundschulkinder bezahlen darf, ohne dass das ein geldwerter Vorteil ist. Warum müssen meine Mitarbeiter für diese zweckgebundene Unterstützung auch noch Sozialabgaben abführen. Das ist ein Skandal!

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