Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

Zum Thema Quote: Es ginge doch auch ohne!

24.09.2012

Bildung und Betreuung des Nachwuchses sind das beste Rezept gegen kommende Personalengpässe, so sieht es unter anderem das Institut der Deutschen Wirtschaft. Und genau dafür mache ich mich weiter stark. Eindeutig eine bessere Alternative als eine, wie auch immer gestaltete, Quote!

Zugegeben, als ich 25 Jahre alt war, und damals trug Frau zu Recht das „lila Halstuch“ und kämpfte für die Emanzipation, hätte ich der Quote in jeder Partei und in der Wirtschaft auf allen Ebenen bis hin zum Vorstand und dem Aufsichtsrat der großen AGs wohl Einiges abgewinnen können.

Und auch davor möchte ich die Augen nicht verschließen: die so genannte „gläserne Decke“ ist für die politisch engagierten und kompetente Powerfrauen in der FDP nach wie vor noch oft viel zu undurchlässig.

Schaue ich mir jetzt aber die Forderungen nach „Quote“ in allen Parteien, mit Ausnahme der FDP an, so muss ich feststellen: Die Politik macht gerade die Rechnung ohne die engagierten Töchter meiner Generation „Mütter“!

Unsere Töchter sind alle samt sehr emanzipiert erzogene, selbstbewusste, zu meist sehr gut ausgebildete junge Frauen mit gehobenen Ansprüchen an ihre Karriere und dem festen Willen, Karriere und Beruf zu einen. Und – sie werden gebraucht! Die Wirtschaft, der in den nächsten Jahren ca. 30% ihrer Fachkräfte einfach altersbedingt verloren gehen, werden sich um den weiblichen wie männlichen Führungsnachwuchs gleichermaßen händeringend bemühen müssen. Insofern kommt die Politik mit ihrer Quote, die meiner Generation als junge Frauen bestimmt noch geholfen hätte, verkrustete Strukturen aufzuweichen und gläserne Decken durchlässig zu machen, eindeutig 30 Jahre zu spät.

Auf alle Fälle wollen die jungen Frauen die Karriere machen möchten nicht unter dem Image der Quotenfrau leiden!

Die Frauen brauchen nicht die Quote - die Wirtschaft braucht die Frauen!

12.03.2012

Heute las ich in der Tagespresse, auch unsere Kanzlerin sei jetzt für die Frauenquote in der Wirtschaft. Die Debatte, so las ich, solle im nächsten Bundestagswahlkampf weiter geführt werden. Das wäre also dann 2013...

Während in der Politik diskutiert wird, wird in der Wirtschaft gehandelt. Ich empfehle dazu die Lektüre der Studie des genderdax, die bei Spiegel online veröffentlicht wurde: http://www.spiegel.de/karriere/0,1518,818024,00.html

Wieder einmal zeigt sich, dass Politik manchmal etwas langsam ist, wenn es darum geht, Rahmenbedingungen zu definieren und zu realisieren. Und für mich zeigt sich außerdem auch wieder, dass da um die falschen Sachen gerungen wird.

Frauen brauchen möglicherweise Unterstützung bei ihrer Karriereplanung, genau wie ihre männlichen Kollegen auch und Frauen brauchen eine Chance - eine Quote brauchen sie nicht.

Die Frauenquote, oder um Missverständnisse direkt zu vermeiden, der Frauenanteil in den Führungsetagen der deutschen und auch der europäischen Wirtschaft wird sich von selbst entwickeln, wenn die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf stimmen. Und da in der Politik, trotz aller gut gemeinter Bemühungen der letzten Jahre, immer noch zu wenig passiert, hilft sich die Wirtschaft eben, wie so oft, auch selbst.

Kaum eines der TOP 30 Unternehmen bietet keine betriebseigenen Konzepte zur Kinderbetreuung, um die Familien, Männer & Frauen, in Brot und Arbeit zu halten, wenn der Nachwuchs unterwegs ist. Und das hat ganz klare Sachgründe: Frauen werden als Arbeitskräfte, auch als qualifizierte Führungskräfte, dringend benötigt. Und zwar, und das rufe ich jetzt gern mal Richtung Berlin, nicht nur als Minijobberinnen und Halbtagskräfte ohne Verantwortung, sondern als qualifizierte Ingenieurinnen, Ärztinnen, Rechtsanwältinnen und Managerinnen, Mathematikerinnen, Programmiererinnen ...Politikerinnen! Und dann gern auch mal, genau wie ihre männlichen Kollegen auch, mit flexiblen Arbeitszeitkonzepten, die eine Halbtagsbeschäftigung nicht ausschließen.

© 2010 dev4u® - CMS