Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

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Die neue Art zu Arbeiten – Talentecoaching betrifft zunehmend auch Arbeitgeber

18.08.2015

Mich begeistert Talentecoaching zunehmend und jetzt, da die a.b.media meine Mitarbeit und das Büro in Wuppertal gekündigt hat, habe ich natürlich endlich auch Zeit dafür.

Normalerweise coache ich derzeit vor allem jüngere Talente, die auf der Suche nach einem für sie passenden Berufseinstieg sind oder ihre Karriere voran bringen möchten. Entsprechend der Ansprüche und Vorstellungen, die die jungen Talente äußern, sehe ich darüber hinaus ein großes zusätzliches Betätigungsfeld, auch für meine Zukunft.

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Die attraktivsten Arbeitgeber bieten entsprechend heute schon sehr viel Flexibilität. Möglichst pfiffige, sozialverträgliche Teilzeitkonzepte, Unterstützung bei der Familien- bzw. Kinderbetreuung, Homeoffice, Wissensmanagement, Freizeitangebote, Teamwork in der Cloud und in virtuellen Räumen und mehr.

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die besten hochmotivierten Talente für die Arbeitswelt 4.0 und 5.0 mögen keine Korsetts und erst recht keine unnötigen Zwänge. Wahre Talente denken kreuz und sie denken quer –sie denken neu und vor allem anders als die Chefs von heute.

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Ist unsere Lebenswirklichkeit familienfreundlich? Hier ist die Politik in der Pflicht!

26.11.2013

Am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin haben Jutta Allmendinger und Julia Haarbrücker unter Mitarbeit von Florian Fliegner von 2007 bis 2012 die Lebensentwürfe von Frauen und Männern ein wenig unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse, so finde ich, überraschen nicht wirklich und sind lesenswert für jeden Unternehmer und auch jeden Politiker:

1.
Die Ausrichtung von Frauen „zurück zu den Wurzeln“ ist nicht zu beobachten. Auch wenn sie Kinder bekommen haben bleibt die Erwerbstätigkeit für sie wichtig. Frauen, denen Familie wichtiger ist als Berufsorientierung liegt unter 5%.

2.
Die Erwerbstätigkeit von Frauen wird gesellschaftlich stark gestützt. Gerade den jungen Männern ist es wichtig, dass ihre Frauen auf den eigenen Beinen stehen und finanziell unabhängig sind.

3.
Bei Familie und Kindern erkennt man noch keinen wirklichen gesellschaftlichen Konsens. Selbst diejenigen Frauen und Männer, die einen starken Kinderwunsch haben, vermuten, dass die meisten Alters- und Geschlechtsgenossen das anders sehen, also keinen Kinderwunsch haben. Die deutsche Gesellschaft wird nach wie vor als sehr wenig kinderfreundlich erlebt.

Familienfreundlichkeit contra Kundenorientierung?

21.10.2013

Heute Morgen haben wir im wöchentlichen Meeting meines familienfreundlichen Unternehmens darüber gesprochen, ob wir den Idealbedingungen eines familienfreundlichen Klimas entsprechen, oder ob wir dann doch an den alltäglichen Anforderungen zu oft scheitern.

Ich habe mich gefreut, dass das ganze Team der Meinung ist, dass wir uns offenbar auch im Büroalltag recht viel Mühe geben, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen und den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden. Aber, auch das müssen wir zur Kenntnis nehmen, Familienfreundlichkeit und Kundenorientierung sind manchmal zwei sich widersprechende Pole, die zwangsläufig auch mal zu Konflikten führen die nicht immer einvernehmlich gelöst werden können.

Wir alle, also nicht nur ich als Unternehmerin, wissen, wie schwer es ist Familienfreundlichkeit wirklich zu leben. Alle erkennen auch an, dass wir mit der Ausrichtung allein keine Probleme bewältigen können und letztendlich jeder Einzelne eigenverantwortlich seine persönliche Familienorganisation in den Griff bekommen muss. Das Unternehmen kann dabei höchstens unterstützen.

Absolute Kundenorientierung ist und bleibt nun einmal die wesentliche Basis unseres Unternehmenserfolges als Dienstleister und insofern können wir als kleines Unternehmen gar nicht immer auf die Befindlichkeiten von Mitarbeitern mit kranken Kindern und zu pflegenden Angehörigen reagieren. Trotzdem genießen alle die familienfreundliche Ausrichtung sehr und möchten auf keinen Fall darauf verzichten.

  • Natürlich ist es überhaupt kein Problem, wenn ein Kind mal mit am Arbeitsplatz sitzt und Mama oder Papa zuschaut.
  • Selbstverständlich kann jeder mit seinem Kind zum Arzt. Dafür sind flexible Arbeitszeiten mit Gleitzeit schließlich auch da.
  • Selbstredend kann jeder Überstunden abtragen und mal einen Tag zu Hause bleiben um das Kind zu betreuen oder am Elternsprechtag teilzunehmen.

Über all dem steht aber die Kundenzufriedenheit, Termintreue und Arbeitsqualität. Eine soziale Hängematte ist der familienfreundliche Betrieb nicht und auch wenn wir dem Team Gelegenheit geben können, zu Hause zu arbeiten, an Besprechungen muss nun mal jeder teilnehmen und auch Kundengespräche kann niemand bei Terminaufträgen einfach mal so wegdelegieren. Es klappt auch nicht, wenn zu Lasten des Teams einer stets sein persönliches Familienorganisationsproblem vorschiebt. Das macht das Team auf Dauer einfach nicht mit.

Wir freuen uns aber aller über den Kinderlärm im Garten, wenn Mitarbeiter die Kids mal mitbringen und wir stehen ein füreinander. Wenn ich es mir genau überlege, wie in einer ganz normalen Familie auch. Wir unterstützen uns und wir belohnen uns. Wir begeistern uns und wir ziehen an einem Strang - meistens jedenfalls.

So schaffen es alle im Team, Familie und Beruf irgendwie recht gut zu vereinen und einigermaßen zufrieden zu bleiben. Jeder auf seine eigene Art und Weise.

Ich bin froh, mich für die familienfreundliche Unternehmensführung entschieden zu haben und sehe keinen Widerspruch zwischen Kundenorientierung und der Anerkennung der Lebenswirklichkeiten des Teams. Ich freue mich immer, wenn wir einen Ausflug machen und dabei mehr Kinder als Erwachsene teilnehmen!

Familienpolitik ist für ein Ja zum Kind oft zu unattraktiv.

04.02.2013

Heute war, ohne genauere Hintergrundinformationen zu liefern, eine Studie zur Familienpolitik eines der Leitthemen der Medien.

Und es Bedarf auch keiner hellseherischer Fähigkeiten, um auch ohne Studie und Auswertung derselben festzustellen, dass alle derzeitigen Maßnahmen des Staates, ob Kindergeld, Familienversicherung, Erziehungsgeld und weitere Freibeträge und Vergünstigungen, nicht zu einer Entscheidung pro Kind beitragen können.

Wer sich für Kinder entscheiden möchte, der braucht Sicherheit, also ein geregeltes Einkommen, von dem er den Nachwuchs nachhaltig gut ernähren kann, eine gute Kinderbetreuung für die Zeit nach einer angemessenen Babypause bis mindestens zum Ende der Grundschulzeit und tolerante Arbeitgeber, die auf die Bedürfnisse von Familien, Frauen wie Männer, eingehen. Punkt.

Derzeit bedeuten das Ja zu Kindern für zahlreiche Eltern und Alleinerziehende in erster Linie sozialer Abstieg bis hin zur Armut und Überbelastung durch verzweifelt geschaffene organisatorische Akrobatik, also Panik-Minikonzepte zur Betreuung. Das hat sich in den letzten 30-20 Jahren nicht wesentlich geändert.

Geändert hat sich aber die Arbeitswelt. Vom Arbeitnehmer wird zunehmend mehr Flexibilität und Mobilität erwartet. Er schlägt sich gerade in jungen Jahren mit befristeten Verträgen und Unsicherheiten durch in immer kürzeren Abständen auftretende Krisen herum.

Geändert hat sich auch die Einkommensseite. Junge Paare können auch vorrübergehend nicht mehr von einem Einkommen gut leben. Mieten, allgemeine Kosten für Auto, Lebensmittel, Energie, Kleidung und Freizeit übersteigen die heutigen normalen Nettogehälter eines Alleinverdieners schnell. Der Staat erhält ja stets einen ordentlichen Schluck aus der „Bruttopulle.“ Da hilft zwar die Elternzeit ein wenig, aber eben nur sehr begrenzt.

Verändert haben sich auch das Anspruchsdenken der jungen Leute bei Wünschen nach Wohlstand, Reisen und Konsum und ein bedeutend späterer Berufseinstieg, so scheint es zumindest, kommt dazu.

Nicht geändert hat sich aber, das lässt hoffen, eine tiefe Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit im Familienkreis. Die Lust auf Nachwuchs ist gewiss geblieben, allein die Vernunft entscheidet viel zu häufig gegen den Nachwuchs.

Mag sein, dass sich die beschriebene Situation vor allem in meinem Umfeld zeigt. Der gewiss subjektive Eindruck ist aber durch eine Fülle an Erfahrungen im familiären Kreis und im familienfreundlich geführten Unternehmen entstanden.

Ich verstehe nicht, warum Politik, auch Politiker sind ja Familienmenschen und Teilnehmer an Gesellschaft, einfach blind und taub ist, wenn es darum geht, hier schnell an den richtigen Rahmenbedingungen zu arbeiten. Es könnte so viel einfacher sein.

Familienfreundlichkeit: So geht es besser!

25.10.2012

Heute verlässt meine Tochter mein Unternehmen, um sich einer neuen beruflichen wie privaten Herausforderung zu stellen: Sie hat einen neuen Job in Hamburg und wird den Familienmittelpunkt ihrer in Gründung befindlichen Familie nach Hamburg verlegen.

Das ist natürlich ein schmerzlicher Verlust für meine Firma, aber trotzdem habe ich mich gefreut. Ihrem zukünftigen Arbeitgeber ist durchaus bewusst, dass sie eine Familie gründen wird und es ist bei der Einstellung kein Entscheidungskriterium gewesen. Und natürlch wird sie auch mit Kindern an ihrer Karriere weiter basteln. In den Genuss des Betreuungsgeldes wird sie also nicht kommen und es auch nicht brauchen. Was sie aber brauchen wird, ist ein Krippenplatz. Und da frage ich mich gerade, ob sie den denn finden wird, in Hamburg?

Ich möchte gerade einfach nicht glauben, dass die Regierung beschließen möchte, dass nur Frauen, die ihre Kinder zu Hause betreuen, staatliche Unterstützung bekommen sollen.

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