Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

Gesamt: 9 Treffer

Die „heißen Eisen“ im Mitarbeitergespräch

05.07.2017

Natürlich können qualifizierte Mitarbeitergespräche vor Demotivation und dem Schreckgespenst "plötzliche Fluktuation" der sogenannten „Top-Performer“ schützen! Wie sonst wollen Sie, zum Beispiel als Chef oder Vorgesetzter den Grad der Loyalität, des gegenseitigen Vertrauens und der Motivation richtig einschätzen?

Ich höre allerdings in den Gesprächen mit Teamleitern und Chefs auch immer wieder die alt bekannten Sprüche wie: „Reisende soll man nicht aufhalten.“ „Wenn der/die Mitarbeiter/in uns nicht folgen will, dann muss er/sie halt gehen.“ „ Jeder ist ersetzbar!“ Oder auch: „Da kann man eben überhaupt nichts machen.“

Jetzt, wo der Fachkräftemangel bereits sehr lange Schatten voraus wirft, viele (Ausbildungs-)Stellen unbesetzt bleiben, unzählige sehr gut ausgebildete Mitarbeiter/-innen in absehbarer Zeit in Rente gehen werden, wird es zunehmend schwieriger, die klugen und motivierten Köpfe an den eigenen Betrieb zu binden, um sich eben nicht auf die mühselige und kostenintensive Suche nach dem passenden Ersatz zu machen. Hinzu kommt oben auf das Problem, dass nach wie vor eine große Schar an Mitarbeitern/-innen, „innerlich“ bereits gekündigt haben und nur noch durch „Dienst nach Vorschrift“ glänzen (die diversen Untersuchungsergebnisse, die man gut im Netz findet, sprechen von mindestens 15%).Alle daraus resultierenden Kosten sind hoch und beeinträchtigen die nachhaltig positive betriebliche Entwicklung enorm.

Familienpolitik ist für ein Ja zum Kind oft zu unattraktiv.

04.02.2013

Heute war, ohne genauere Hintergrundinformationen zu liefern, eine Studie zur Familienpolitik eines der Leitthemen der Medien.

Und es Bedarf auch keiner hellseherischer Fähigkeiten, um auch ohne Studie und Auswertung derselben festzustellen, dass alle derzeitigen Maßnahmen des Staates, ob Kindergeld, Familienversicherung, Erziehungsgeld und weitere Freibeträge und Vergünstigungen, nicht zu einer Entscheidung pro Kind beitragen können.

Wer sich für Kinder entscheiden möchte, der braucht Sicherheit, also ein geregeltes Einkommen, von dem er den Nachwuchs nachhaltig gut ernähren kann, eine gute Kinderbetreuung für die Zeit nach einer angemessenen Babypause bis mindestens zum Ende der Grundschulzeit und tolerante Arbeitgeber, die auf die Bedürfnisse von Familien, Frauen wie Männer, eingehen. Punkt.

Derzeit bedeuten das Ja zu Kindern für zahlreiche Eltern und Alleinerziehende in erster Linie sozialer Abstieg bis hin zur Armut und Überbelastung durch verzweifelt geschaffene organisatorische Akrobatik, also Panik-Minikonzepte zur Betreuung. Das hat sich in den letzten 30-20 Jahren nicht wesentlich geändert.

Geändert hat sich aber die Arbeitswelt. Vom Arbeitnehmer wird zunehmend mehr Flexibilität und Mobilität erwartet. Er schlägt sich gerade in jungen Jahren mit befristeten Verträgen und Unsicherheiten durch in immer kürzeren Abständen auftretende Krisen herum.

Geändert hat sich auch die Einkommensseite. Junge Paare können auch vorrübergehend nicht mehr von einem Einkommen gut leben. Mieten, allgemeine Kosten für Auto, Lebensmittel, Energie, Kleidung und Freizeit übersteigen die heutigen normalen Nettogehälter eines Alleinverdieners schnell. Der Staat erhält ja stets einen ordentlichen Schluck aus der „Bruttopulle.“ Da hilft zwar die Elternzeit ein wenig, aber eben nur sehr begrenzt.

Verändert haben sich auch das Anspruchsdenken der jungen Leute bei Wünschen nach Wohlstand, Reisen und Konsum und ein bedeutend späterer Berufseinstieg, so scheint es zumindest, kommt dazu.

Nicht geändert hat sich aber, das lässt hoffen, eine tiefe Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit im Familienkreis. Die Lust auf Nachwuchs ist gewiss geblieben, allein die Vernunft entscheidet viel zu häufig gegen den Nachwuchs.

Mag sein, dass sich die beschriebene Situation vor allem in meinem Umfeld zeigt. Der gewiss subjektive Eindruck ist aber durch eine Fülle an Erfahrungen im familiären Kreis und im familienfreundlich geführten Unternehmen entstanden.

Ich verstehe nicht, warum Politik, auch Politiker sind ja Familienmenschen und Teilnehmer an Gesellschaft, einfach blind und taub ist, wenn es darum geht, hier schnell an den richtigen Rahmenbedingungen zu arbeiten. Es könnte so viel einfacher sein.

Wildwuchs an Bürokratie bei Ausschreibungen bitte stoppen

30.10.2012

Manchmal beteiligt sich mein Unternehmen an Ausschreibungen. Der bürokratische Wildwuchs, der mich heute ereilte entbehrt allerdings jeder vernünftigen Grundlage und darüber möchte ich hier einmal berichten. Denn das macht deutlich, warum ich leidenschaftliche FDP-Frau bin.

Die Fakten

Ausschreibungsvolumen ca. 1.500 EURO.
Text zum Produkt/zur Leistung 2 Zeilen.
Anlagen: Mehr als 11 Seiten.
Zeitaufwand zur Bearbeitung ca. 1 Stunde in unserem Hause.
Möglicher zu erzielender Ertrag vor Steuer ca. 3% vom Volumen.

Hier nun die lange Liste der geforderten Auskünfte ....

Zum Thema Quote: Es ginge doch auch ohne!

24.09.2012

Bildung und Betreuung des Nachwuchses sind das beste Rezept gegen kommende Personalengpässe, so sieht es unter anderem das Institut der Deutschen Wirtschaft. Und genau dafür mache ich mich weiter stark. Eindeutig eine bessere Alternative als eine, wie auch immer gestaltete, Quote!

Zugegeben, als ich 25 Jahre alt war, und damals trug Frau zu Recht das „lila Halstuch“ und kämpfte für die Emanzipation, hätte ich der Quote in jeder Partei und in der Wirtschaft auf allen Ebenen bis hin zum Vorstand und dem Aufsichtsrat der großen AGs wohl Einiges abgewinnen können.

Und auch davor möchte ich die Augen nicht verschließen: die so genannte „gläserne Decke“ ist für die politisch engagierten und kompetente Powerfrauen in der FDP nach wie vor noch oft viel zu undurchlässig.

Schaue ich mir jetzt aber die Forderungen nach „Quote“ in allen Parteien, mit Ausnahme der FDP an, so muss ich feststellen: Die Politik macht gerade die Rechnung ohne die engagierten Töchter meiner Generation „Mütter“!

Unsere Töchter sind alle samt sehr emanzipiert erzogene, selbstbewusste, zu meist sehr gut ausgebildete junge Frauen mit gehobenen Ansprüchen an ihre Karriere und dem festen Willen, Karriere und Beruf zu einen. Und – sie werden gebraucht! Die Wirtschaft, der in den nächsten Jahren ca. 30% ihrer Fachkräfte einfach altersbedingt verloren gehen, werden sich um den weiblichen wie männlichen Führungsnachwuchs gleichermaßen händeringend bemühen müssen. Insofern kommt die Politik mit ihrer Quote, die meiner Generation als junge Frauen bestimmt noch geholfen hätte, verkrustete Strukturen aufzuweichen und gläserne Decken durchlässig zu machen, eindeutig 30 Jahre zu spät.

Auf alle Fälle wollen die jungen Frauen die Karriere machen möchten nicht unter dem Image der Quotenfrau leiden!

Wie viele Förderer braucht die Wirtschaft?

27.06.2012

Herr Meyer, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes (AdU), hat mit seiner heute in der DEWEZET besprochenen Vision zur Wirtschaftsförderung absolut Recht: Mit einem gemeinsamen Auftreten und einer gemeinsamen Vermarktung hätte der Wirtschaftsraum größere Chancen als mit Klein-Klein-Aktivitäten in den einzelnen Kommunen. Da unterstützt die Weserbergland AG mit Ihrer Imagekampagne „Wirtschaft Weserbergland“ zur Entwicklung des Wirtschaftsraumes ja auch schon im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Das Ziel, dass alle ohne Kirchturmdenken an einem Strang ziehen, ist dabei vielleicht noch nicht erreicht, aber der Weg ist richtig. Schlagkräftige Wirtschaftsförderung vor Ort, hier in Hameln, hat natürlich noch viel mehr Aufgaben als die Vermarktung der Wirtschaftsregion und das Ausfüllen von Förderanträgen im „Back Office“: Ich sehe die Aufgaben der Wirtschaftsförderung vor Ort auch in der wertneutralen, unbürokratischen und zügigen Beratung und Begleitung unserer Wirtschaftsbetriebe bei allen Fragen, die das Unternehmen in Bezug auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mitarbeiterweiterbildung, Fachkräftemangel, Investitionen und Bauvorhaben hat. Und dafür wünsche ich mir eine Person direkt vor Ort die sich wirklich kümmert. Wir sollten Unternehmens- und unternehmerfreundliche Kultur in Hameln stärken und pflegen!

Gesamt: 9 Treffer
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