Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

Gesamt: 8 Treffer

Wildwuchs an Bürokratie bei Ausschreibungen bitte stoppen

30.10.2012

Manchmal beteiligt sich mein Unternehmen an Ausschreibungen. Der bürokratische Wildwuchs, der mich heute ereilte entbehrt allerdings jeder vernünftigen Grundlage und darüber möchte ich hier einmal berichten. Denn das macht deutlich, warum ich leidenschaftliche FDP-Frau bin.

Die Fakten

Ausschreibungsvolumen ca. 1.500 EURO.
Text zum Produkt/zur Leistung 2 Zeilen.
Anlagen: Mehr als 11 Seiten.
Zeitaufwand zur Bearbeitung ca. 1 Stunde in unserem Hause.
Möglicher zu erzielender Ertrag vor Steuer ca. 3% vom Volumen.

Hier nun die lange Liste der geforderten Auskünfte ....

Warum brauchen wir dual career?

14.05.2012

Halte gerade druckfrisch das Praxishandbuch der Robert-Bosch-Stiftung und des stat. Landesamtes Baden-Württemberg zum Thema "Dual Career" in den Händen, an deren Entstehung ich selbst durch eine längere Befragung zum Thema mit beitragen durfte.

Bei der Durchsicht des Ergebnisses werde ich sehr nachdenklich, wenn ich mir überlege, was für politische Rahmenbedingungen notwendig sein werden, um in Niedersachsen und speziell für uns in Hameln die Abwanderung junger Akademiker und Fachkräfte zu stoppen.

Moderne "Dual Career Couples" sind anspruchsvoll, zumindest verglichen mit den Bedingungen, die sie vorfinden. Was wollen sie:

  • Bei mehr als 75% wollen beide berufstätig sein.
  • Sie wollen wohl Kinder, aber viele verzichten auf Kinder, solange sie bei der Karriere zurück stecken müssten.
  • Beide wollen bzw. arbeiten Vollzeit.
  • Für beide Partner spielt beim Job- und Standortwechsel die Perspektive, die auch den Partner erwartet, eine entscheidende Rolle als Entscheidungshilfe.
  • Das Durchschnittsalter der Paare liegt bei ca. Mitte 20-30 Jahren.

Entsprechend darf davon ausgegangen werden, dass der ländliche Raum es schwer haben wird, diese Paare in der Region zu halten. Denn hier gibt es zwar genügend Fachkräftemangel, zum Teil mehr als im Ballungszentrum, aber dass einem qualifizierten Paar direkt 2 Jobs angeboten werden können, ist eher selten. Aber, auch das steht zwischen den Zeilen, die jungen Frauen möchten nicht mehr zu Gunsten ihrer Partner verzichten oder zurückstecken. Und das kann ich sehr gut nachvollziehen.

Wir brauchen aber nun einmal jede Fachkraft in unserer Zukunft, denn über 600.000 Erwerbstätige weniger müssen bis 2030 verkraftet werden und das geht nur, wenn wir politisch familienfreundliche Rahmenbedingungen schaffen und diese in den Betrieben auch leben werden. Nur dann schaffen wir die Voraussetzungen, die Frauen brauchen, um beruflich aktiv zu bleiben und Kinder zu haben. Eine Voraussetzung für kleinste Abmilderungen beim "demografischen Wandel" wird die Beschäftigung unserer qualifizierten Frauen sein! Die wiederum brauchen Perspektiven und idealen Nährboden, um auch Kinder zu bekommen.

Auf uns als Unternehmer und auf unsere Politik kommt einiges zu. Dual Career Förderung ist eine Antwort, familienfreundliche Unternehmenskultur eine weitere und gute Kinderbetreuung mit qualifizierten Bildungs- und Ganztagesschulangeboten eine weitere.

Ein Gespräch mit unserem Staatssekretär im FDP geführten Wirtschaftsministerium des Landes zeigt mir deutlich, dass dort die Zeichen erkannt worden sind und das macht mich sehr froh.

Wir brauchen den freiwilligen Schulterschluss von Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Politik. Und dafür setze ich mich ein!

Fachkräftemangel: Kluge Unternehmen handeln jetzt familienfreundlich!

02.05.2011

Da die Gesellschaft immer älter wird, vermute ich schwer, dass Frauen und Männer, die Familie und Beruf unter einen Hut bekommen möchten, bald schon bessere Chancen haben werden.

Was für meine Zunft, die Werbe- und IT-Branche, bereits seit längerer Zeit gilt, scheint wohl auch andere Bereiche der Wirtschaft bald zu ereilen: Der Fachkräftemangel. Und so liest man in der einschlägigen Presse, auch ohne dass die Politik für Familien nur wenige bessere Rahmenbedingungen geschaffen hat, dass sich Arbeitnehmer sehr bald aussuchen können, wann und wie sie wo arbeiten werden. Das ist gut für Familienverantwortliche und damit für ihre Kinder.

Wohl dem Unternehmen, das hier gute Arbeitsbedingungen geschaffen hat und ein arbeitnehmerfreundliches Klima zu bieten hat. Auch wenn junge Akademiker(innen) sich beim Einstieg ins Berufsleben derzeit immer noch etwas schwer tun, weil die Unternehmen nach wie vor die hochqualifizierten Fachkräfte unter 30 Jahren mit 10 Jahren Berufserfahrung vorziehen, so ist bereits jetzt eine Trendwende zu erkennen. Hochkarätige Personaldienstleister verkünden jetzt schon: "Wir können gar nicht so schnell das Personal beschaffen, wie wir es vermitteln könnten!" Und das gilt nicht nur in unserem, dem Werbe- und Kommunikationsbereich oder bei den Ingenieuren.

Vor allem der Mittelstand muss endlich anfangen, sich umzustellen, sonst wird er rasant schnell unter den Personaleinbrüchen leiden. Bis zum Jahr 2030 sollen wohl 7,5 Millionen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter zur Verfügung stehen. Das hieße: Auf uns käme eine Zeit der "Vollbeschäftigung" zu. Da die großen Unternehmen entschieden mehr Möglichkeiten haben, Ihren Mitarbeitern was Tolles zu bieten, ist es für die Mittelständler umso wichtiger, sich familienfreundlich aufzustellen und sehr rechtzeitig Nachwuchskräfte zu suchen, zu entwickeln und zu fördern. Dabei werden neue Arbeitszeitmodelle entstehen und es wird eine neue wertschätzende Kommunikationskultur entstehen, die auch ganz allgemein zwischenmenschlichen Bereich von Vorteil sein wird.

Haben die Unternehmen Kommunikation bisher für ihre potentiellen Kunden betrieben, so werden sie zukünftig in aller erster Linie Kommunikation für potentielle Mitarbeiter betreiben müssen, denn sonst können sie ihren Kunden keine passenden Leistungen und Produkte mehr anbieten. Wohl dem Unternehmen, das an einem nachhaltigen verantwortungsbewussten und klar erkennbarem Image gefeilt hat.

Ich freue mich auf die neuen Zeiten und erlebe sie als Riesenchance für meine Kinder und die vielen jungen Leute, die es bisher ganz schön schwer hatten, immer dann, wenn sie ihre Familie und ihren Beruf unter einen Hut bringen mussten. Frauen werden dabei am meisten profitieren und das erfüllt mich so richtig mit Freude, zumal wir nur Mädchen haben.

Gedanken zu unbegrenztem Wirtschaftswachstum

17.09.2010

Wie wäre es mit Aristoteles als einen immer noch aktuellen Analysten:

Oikonomeia als die Lehre von der richtigen Haushaltung.

Will heißen: Ziel des (wirtschaftlichen) Handelns und das Handeln selbst können laut dem verdienten Philosophen nicht unbegrenzt sein.

Schon deshalb, weil ein unbegrenztes Ziel nicht erstrebenswert ist.

Eben weil das Streben auf einen unbegrenzten Zweck hin ins Leere geht und somit sinnlos ist. Oikonomeia als gesellschaftlich verantwortliches Handeln wird dagegen durch Maßhalten gekennzeichnet.

Schon Aristoteles hat das menschliche Phänomen des „Immer-Mehr-Haben-Wollens“ erkannt. Was sich für ihn in der so genannten Gelderwerbskunst, der so genannten Chrematistik, ausdrückt: Geld nicht mehr als Tauschmittel, um sich mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen, sondern als Mittel, noch mehr Geld anzuhäufen. Damit findet die Chrematistik eben keine natürliche Grenze mehr, weil Geld beliebig vermehrbar und anzuhäufen ist.

Und sie kennt auch keine Begrenzung des erwirtschafteten Reichtums, da dieser nicht länger ein Mittel für vernunftbedingte Zwecke ist, sondern unbegrenzter Selbstzweck. (Quelle: Dietmar A. Schulte, Wuppertal)

Mir graust es: Lohnnebenkosten steigen!

06.07.2010

Die Schlagzeile der Zeit "Koalition lässt die Kassen kassieren" lässt mich erst ein Mal tief durchatmen. Also, Arbeit ruhen lassen und erst einmal lesen, was bei dem Gesundheitsreförmchen heraus gekommen ist.

Also: Es bleibt alles beim Alten. Philipp Rösler muss gute Miene zu diesem Spiel machen, ob er will oder nicht. Er hat ein riesiges Loch zu stopfen und alle Politgrößen um ihn herum scheinen immer noch der Meinung zu sein, es ginge mit den traditionellen Mitteln. Mut zu einer wirklichen Reform hat niemand! Angesichts des eh schon schlechten Images der Regierung mag der ein oder andere das ja verstehen. Als Unternehmerin, die jeden Pfennig 3 Mal verdienen muss - ein Mal für die Mitarbeitergehälter - ein Mal für die allgemeinen Lohnnebenkosten und ein Mal für die sonstigen Kosten - bin ich langsam sehr ungeduldig, ja eigentlich sogar richtig wütend.

Mir ist schon klar, dass wirkliche Reformen Zeit brauchen und dass dazu auch gegenseitiges Verstehen und ein fairer Umgang der Koalitionspartner notwendig wäre. Wenn man das Gefühl hätte, da kommt etwas in Bewegung, da geht etwas voran, die Karre wird langsam aus dem Dreck gezogen, dann wäre es ja in Ordnung. Aber, weit gefehlt! Weder Arbeitgebern noch Arbeitnehmern wird dieses weitere verschieben notwendiger Schritte gerecht. Eine Steigung der Lohnnebenkosten ist wie eine halbe Wurzelbehandlung, die den Eiterherd sich weiter ausdehnen lässt. Ich rufe nach Berlin: Denkt doch einmal an den demografischen Wandel. Der wird doch die Gesundheitskosten weiter explodieren lassen. Das wissen doch alle!

Spiegel Online sieht in seinem Statement "Schwarz-gelber Kompromiss" sogar eine gemeinsame ablehnende Haltung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände!

Tut mir leid: Das ist kein schwarz gelber sondern eindeutig ein fauler Kompromiss! Wieder eine 5 für die Regierungsbank. Und ich glaube nicht, dass sich Philipp Rösler damit rund um wohl fühlt.

Gesamt: 8 Treffer
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