Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

Sonnenbad im Bürgergarten von Hameln

20.08.2012

Mit Freude habe ich am Wochenende zur Kenntnis genommen, dass viele kleinere und größere Grüppchen die Wiese im Hamelner Bürgergarten für ihr Sonnenbad und für Spiel und Spaß benutzten. Und ganz offenbar wurde auch niemand dort von obergewissenhaften Ordnungshütern verjagt.

Die Verordnung der Stadt Hameln, nach der ja alles Mögliche auf Wiesen der Stadt verboten sein soll, ist nur ein Beispiel von vielen dafür, dass so ganz allmählich die Freiheit des Bürgers immer mehr mit Füßen getreten wird. Gebote und Verbote, wo wir hinschauen!

Das Kind nicht immer mit dem Bade ausschütten!

Sehr wohl kann ich mir natürlich erklären, wie es zu dieser neuen Verordnung kommen konnte:

Wer am Sonntag den Weserradweg benutzt, der wird oft genug schon in den Scherben zerdepperter Bierflaschen spaziert sein. Das Weserufer scheint oft genug der Meeting Point für Feiern und Trinkgelage zu sein, die dann offensichtlich häufig ausufern. Ich kann auch gut verstehen, dass die Stadt mit leerem Säckel keine Möglichkeit hat, hier täglich und vor allem am freien Wochenende Scherben zu sammeln. Da wäre schon die Disziplin der Feiernden erforderlich und die scheinen dafür kein Feeling zu haben. Für den Hameln Besucher und auch für uns Bewohner ist das natürlich kein Zustand.

Würde man nun ein paar Mal die städtischen oder polizeilichen Ordnungshüter am Samstagabend dort vorbei schicken um für Ordnung zu sorgen, so wäre das Problem gewiss bald vom Tisch. Das Verbot alkoholischer Getränke auf der Wiese zu sich zu nehmen, hilft da ja allein eh nicht. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass nach herkömmlichem Stadtrecht "Flaschen werfen" an der Weserpromenade erlaubt ist. Würde man die paar Störenfriede zur Vernunft bringen, müsste man nicht allen fröhlichen, geselligen Bürgern und Touristen ihr Sonnenbad verbieten. Aus diesem Grund kann ich auch den Bürgerprotest, der für den 24. August mit einem Piknick im Bürgergarten angesetzt ist, sehr gut verstehen. Und ich würde da sogar mitmachen, wenn ich vor Ort wäre!

Kleine Sammelaktion für die Freunde des Theaters, Hameln

13.08.2012

Ein nettes Sümmchen an Stelle von „Stehrümmchen“

Sommerfest bei a.b.mediaKleine Sammelaktion auf der a.b.media Gartenparty war ein netter Erfolg

Anlässlich ihres Sommerfestes hat meine Agentur, die a.b.media gmbh, Hameln bei allen Gästen für die Freunde des Theaters Hameln e.V., die derzeit für einen neuen Theaterflügel Spenden sammeln, um Unterstützung gebeten. Dabei ist das nette Sümmchen von 464,00 Euro zusammen gekommen.

Ich rufe zur Nachahmung auf, denn ich bin auch stellvertretende Vorsitzende des Vereines.

Für einen neuen Flügel für das Theater kann der Verein jeden Cent gebrauchen. Mehr Informationen und Spendenkonto unter: http://www.theater.hameln.de/theater/fluegel-hameln.php

Über die Freiheit von Eltern und Unternehmen

10.05.2011

Das engmaschige Regelwutnetz unseres Staates wird mir als Unternehmerin seit Jahren täglich schmerzlich bewusst. Ich mag mir noch nicht einmal mehr Gedanken darüber machen, wie viel mich diese unglaubliche, unfassbare „unternehmerische Freiheit“ monatlich kostet. Aus dem jüngsten Bericht des Instituts für Wirtschaft kann ich schmerzlich ablesen, dass es insgesamt weit mehr als 40 Milliarden Euro p.a. sind, die den Unternehmen durch Bürokratie und unsinnige Formalien, die zu erfüllen sind, verloren gehen. Da wird meine Freiheit ganz schön reglementiert. Regeln und die Kontrolle darüber, dass diese eingehalten werden, muss es geben, ohne jede Frage. Und wer bestimmt dann darüber, ob sie sinnvoll oder unsinnig sind? Der Staat? Politiker, die die Interessen ALLER im Auge haben? Staatsbedienstete, die eine Rechtfertigung für das von ihnen geschaffene Kontrollsystem brauchen und die immer mehr wertvolles volkswirtschaftliches Kapital verschlingen, weil sie bezahlt werden müssen? Oder sind es nicht gar die schwarzen Schafe, die ihre schwarzen Mücken ins Ausland bringen und damit den Staatsbediensteten ihr wohlverdientes Gehalt und den Politikern ihr „(Spiel)Steuergeld“ neiden, mit dem zum Wohle ALLER umgegangen werden sollte. Keine leicht zu beantwortenden Fragen!

Ich behaupte, kein Mensch ist wirklich frei. Immer dort, wo es ein Miteinander gibt, da gibt es selbstverständlich auch Regeln des Miteinanders und es gibt unterschiedliche Interessenslagen. Immer da, wo Menschen auf einander treffen, da gibt es jemanden, der etwas erreichen möchte und jemand anderen, der das auf Grund einer anderen Interessenslage verhindern möchte. Mir wird dabei sofort klar, dass Freiheit nur eine Utopie sein kann. Es gibt Menschen, die sich sehr gut durchsetzen können und diese beschneiden andere Menschen, die das nicht können. Im Volksmund heißt es dann: „haben eben eine starke Lobby,“ zum Beispiel die Hotels.

Nehmen wir ein anderes Beispiel: unser Bildungssystem. Das ist dem Lippenbekenntnis vieler Politiker vor Wahlen folgend jeweils das Zukunftsthema schlecht hin. Nach einer Wahl lässt sich dann aber immer wieder feststellen, ändern hat was mit Geld zu tun und davon gibt es natürlich jeweils zu wenig. Außerdem sind es immer „DIE ANDEREN“ die zuständig sind. Wie ein roter Feuerball wird die Verantwortung von A (Kommune) nach B (Land) zu C (Bund) und wieder zurück zu A geschoben. Bis dann wirklich eine Verbesserung eintritt, ist die Generation von Schülern, die gerade vom verbesserungswürdigen Systemen gebeutelt ist längst erwachsen. Im Schneckentempo geht es seit Jahren zum Beispiel mit Ganztagsschulen voran. Jeder verantwortungsbewusste Politiker weiß, dass Ganztagsschulen notwendig sind, um Eltern die Freiheit zu geben, beruhigt und ohne größere Sorge einer Arbeit nach zu gehen. Jeder vernünftig denkende Mensch weiß auch seit Jahrzehnten, dass Frauen sich nur dann die Freiheit nehmen Kinder zu bekommen, wenn sie diese in Freiheit und ohne soziale Armut aufziehen können. Leider scheitern vernünftige diesbezügliche Konzepte immer wieder am Geld. Und so hat sich seit Jahrzehnten fast nichts verändert. Familien, Väter wie Mütter, sind bei uns so unfrei, dass es eigentlich nur dem manchmal starken menschlichen Instinkt, der sich wider aller Vernunft durchsetzt, zu verdanken ist, dass sich junge Paare die Freiheit nehmen, eine Familie zu gründen und sich damit auf Jahrzehnte in Unfreiheit begeben. Politik scheint mir diesbezüglich nicht nur machtlos zu sein, ich erlebe sie als hilflos und als offensichtlich völlig ahnungslos.

Dass persönliche Freiheit immer wieder an die Grenzen von Rahmenbedingungen stößt, das ist a priori unvermeidlich. Das Vernunft uns zwingt, manchmal auf Freiheit zu Gunsten des Großen Ganzen zu verzichten, auch das mag in der Natur der Sache liegen. Das Werte wie Freiwilligkeit und persönliches Engagement für die Gesellschaft, häufig in unserer auf Individualität setzenden Ellenbogengesellschaft auf wenig Akzeptanz und Gegenliebe stoßen, ist ja noch irgendwie erträglich, dass aber zwingend notwendige Schritte, um unsere Gesellschaft überhaupt zu erhalten von den handelnden Politikern der Art mit Füßen getreten werden, das macht mich täglich als familienfreundliche Unternehmerin wütend!

In Hameln zum Beispiel gibt es Überlegungen, die Ganztagsschule am Klüt wieder abzuschaffen, weil sie nicht mehr finanzierbar ist. Da hat Politik, in dem Fall wohl die Landespolitik, dann GANZE ARBEIT geleistet. Herzlichen Glückwunsch. Das ich darüber hinaus eine vernünftige Nachmittagsbetreuung der Schulkinder meiner Mitarbeiter nicht mal als Kosten laufen lassen kann und meine Mitarbeiter/innen dafür auch noch oben auf Sozialversicherungsbeiträge abführen müssen, das ist ein Skandal. Ich verstehe inzwischen, warum die Bürger an den Grundwerten der Demokratie zweifeln und immer häufiger das Zepter in Bürgerinitiativen selbst in die Hand nehmen.

Und dann? Werden wir weiter reglementiert? Oder bedeutet Freiheit dann auch endlich mal Verantwortung für eigene Entscheidungen eines jeden Politikers und die zukünftigen politischen Weichenstellungen. Ich würde es mir im Sinne der Eltern sehr wünschen. Und nicht das ich missverstanden werde, ich bekenne mich dazu liberal zu denken und möglichst auch zu handeln. Ich wertschätze die Freiheit sehr, kenne aber auch die Ambivalenzen, die dieser Begriff mit sich bringt. Jetzt freue ich mich auf einen neuen deutschen Liberalismus, der bald mitfühlender, also empathischer sein wird. Haben Kinder und Eltern dann bessere Chancen?

Gedicht zum Umzug von einem Freund

14.02.2011

Die Römische Villa, villa urbana
Einst ein Gebäude außerhalb der Stadtmauern
Ein Landsitz gar wohl, der ermöglichte
Die schnelle persönliche Rückkehr
Ins politische und gesellschaftliche Leben
Der Urbs

Man nennt ihn den ersten Patrizier
Scipio Africanus, der Verdiente
Da Karthago er dem Erdboden gleich gemacht
Mit ihm die villa urbana erwuchs zum Refugium
Weit weg von den öffentlichen Verpflichtungen
Um zu fröhnen griechisch geprägter Kultur
Und dem Lebensstil des Hellenismus

In der Folge vermehrt gar für die Genießer
Ein Lebensbereich des otium, der schöpferischen Muße
Die zu pflegen als Gegenpol zum ungeliebten negotium
Einem von Verantwortlichkeiten bestimmten Alltag

Dann eine Blütezeit noch um die Zeitenwende
Wem möglich, mehrere Villen eignete der
Entsprechend der Jahreszeit kühlend im Sommer
Die Region, und erwärmend im Winter
Beispielhaft die sprichwörtlichen Gastmähler des Lucullus
Cicero allein waren sieben Villen zugeschrieben

Nobilitas romana, vom Lande zurückgeführt
In die Urbs, die ach dem Brande zu Opfer gefallen
So daß dem Nero Platz genug in Rom
Ausgedehnte Parkanlagen zu kreieren
Um eine domus aurea erbauen zu lassen
Die Verstädterung der villa romana
Unter Domitian erstmals auch als öffentliche Residenz


Der Sprung durch Zeit und Raum
Ist weit nach Hameln
Da Kathrein und Axel ihre villa urbana beziehen
Mögen ihnen im neuen domus aurea
Viel refugium und otium zuteil werden
Auf daß dem Verfasser dieser Zeilen
Dereinst ein lukullisches Gastmahl dort zuteil

(Dietmar J.A. Schulte, Wuppertal)

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