Guten Tag bei Kathrein Bönsch im Web!

Als ehemalige familienfreundliche Unternehmerin bleibe ich an vielen Themen und Maßnahmen interessiert, die helfen, die Auswirkungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels abzumildern und die Bedingungen für Familien zu verbessern. Außerdem bin ich Talente- und Karrierecoach. Ich helfe Menschen, Gruppen und Teams sich selbst zu helfen und eigene Potenziale (neu) zu entdecken und erfolgreich zu leben.

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Wildwuchs an Bürokratie bei Ausschreibungen bitte stoppen

30.10.2012

Manchmal beteiligt sich mein Unternehmen an Ausschreibungen. Der bürokratische Wildwuchs, der mich heute ereilte entbehrt allerdings jeder vernünftigen Grundlage und darüber möchte ich hier einmal berichten. Denn das macht deutlich, warum ich leidenschaftliche FDP-Frau bin.

Die Fakten

Ausschreibungsvolumen ca. 1.500 EURO.
Text zum Produkt/zur Leistung 2 Zeilen.
Anlagen: Mehr als 11 Seiten.
Zeitaufwand zur Bearbeitung ca. 1 Stunde in unserem Hause.
Möglicher zu erzielender Ertrag vor Steuer ca. 3% vom Volumen.

Hier nun die lange Liste der geforderten Auskünfte ....

Zum Thema Quote: Es ginge doch auch ohne!

24.09.2012

Bildung und Betreuung des Nachwuchses sind das beste Rezept gegen kommende Personalengpässe, so sieht es unter anderem das Institut der Deutschen Wirtschaft. Und genau dafür mache ich mich weiter stark. Eindeutig eine bessere Alternative als eine, wie auch immer gestaltete, Quote!

Zugegeben, als ich 25 Jahre alt war, und damals trug Frau zu Recht das „lila Halstuch“ und kämpfte für die Emanzipation, hätte ich der Quote in jeder Partei und in der Wirtschaft auf allen Ebenen bis hin zum Vorstand und dem Aufsichtsrat der großen AGs wohl Einiges abgewinnen können.

Und auch davor möchte ich die Augen nicht verschließen: die so genannte „gläserne Decke“ ist für die politisch engagierten und kompetente Powerfrauen in der FDP nach wie vor noch oft viel zu undurchlässig.

Schaue ich mir jetzt aber die Forderungen nach „Quote“ in allen Parteien, mit Ausnahme der FDP an, so muss ich feststellen: Die Politik macht gerade die Rechnung ohne die engagierten Töchter meiner Generation „Mütter“!

Unsere Töchter sind alle samt sehr emanzipiert erzogene, selbstbewusste, zu meist sehr gut ausgebildete junge Frauen mit gehobenen Ansprüchen an ihre Karriere und dem festen Willen, Karriere und Beruf zu einen. Und – sie werden gebraucht! Die Wirtschaft, der in den nächsten Jahren ca. 30% ihrer Fachkräfte einfach altersbedingt verloren gehen, werden sich um den weiblichen wie männlichen Führungsnachwuchs gleichermaßen händeringend bemühen müssen. Insofern kommt die Politik mit ihrer Quote, die meiner Generation als junge Frauen bestimmt noch geholfen hätte, verkrustete Strukturen aufzuweichen und gläserne Decken durchlässig zu machen, eindeutig 30 Jahre zu spät.

Auf alle Fälle wollen die jungen Frauen die Karriere machen möchten nicht unter dem Image der Quotenfrau leiden!

Wie war das noch mit dem Frosch, der in kaltem Wasser zum Kochen gebracht wird?

31.08.2012

Las gerade ein Statement zum Thema "lebendige Stadt" auf Facebook aus meiner Heimatstadt Wuppertal, ganz in der nähe von unserem Firmenzweitbüro. In der Luisenstraße soll am 01.09.2012 ab 19:00 Uhr dafür demonstriert werden.

Das Statement gefällt mir:

"FÜR EIN LEBENDIGES WUPPERTAL

Bei dem Versuch, fröhlich und unbeschwert in dieser Stadt zu leben, stößt man an allen Ecken und Enden auf Vorschriften und Verbote. Muss das denn so sein?

Nach unserem Eindruck nehmen Reglementierungen, Sicherheitsauflagen und Lärmschutzbestimmungen immer mehr Überhand und behindern nachhaltig die kulturelle Entwicklung der Stadt. Sicherheits- und Lärmschutzauflagen sind so unverhältnismäßig kompliziert und streng, dass die Durchführung einzelner Veranstaltungen kaum plan- und finanzierbar ist. Eine Gastronomie, die hunderten Gästen als Treffpunkt, zur Entspannung und zum Feiern dient, kann durch die Beschwerden einzelner Anwohner in ihrer Existenz gefährdet werden.

Für ein gesundes Sozialleben einer Stadt ist Kommunikation
und Austausch lebenswichtig.

Nicht nur abends in der Kneipe oder auf einer Party, sondern auch zwischen Gastronomiebetreibern und Anwohnern, zwischen Veranstaltern und Behörden, zwischen Gästen und Kulturschaffenden.

Wenn aber Kommunikation zur Einbahnstraße wird und kulturelle Initiativen immer nur auf Wände von Vorschriften und Auflagen oder gar egoistischer Ablehnung stößt, ist das (Nacht-)kulturleben und damit auch die soziale Entwicklung der Stadt ernsthaft gefährdet.

Das ist nicht das Wuppertal, in dem wir leben wollen!
Wir wollen eine lebendige Stadt.

Mit lebendigen Kneipenvierteln. Mit lebendigen Kulturveranstaltungen. Mit lebendigem Miteinander.

Wir wollen:
  • Ein vielfältiges Kultur- und Kneipenleben in der Luisenstraße und anderen Kneipenvierteln.
  • Die Erlaubnis, Biergärten bei schönem Wetter an Wochenenden bis 1.00h zu öffnen.
  • Mehr stadtweite Sondergenehmigungen für Open Air-Veranstaltungen bis 24.00h
  • Mehr Sondergenehmigungen für Party- und Kulturveranstaltungen in temporär genutzten Veranstaltungsorten überall in der Stadt.
  • Ein klares Bekenntnis der Wuppertaler Stadtverwaltung zur lokalen Kneipen-, Club- und Partykultur.
Dafür brauchen wir offene Kommunikation.
Wir brauchen deutliche politische Bekenntnisse zur Kulturstadt Wuppertal.
Wir brauchen Freiräume.
Wir brauchen fröhliche Menschen.
Wir brauchen Musik.
Für Wuppertal. Aus Spaß an der Freude."

DJs:
ROYJUBU
Tassilo Dicke
Thomas Lachmann
Tags: Freiheit

Sonnenbad im Bürgergarten von Hameln

20.08.2012

Mit Freude habe ich am Wochenende zur Kenntnis genommen, dass viele kleinere und größere Grüppchen die Wiese im Hamelner Bürgergarten für ihr Sonnenbad und für Spiel und Spaß benutzten. Und ganz offenbar wurde auch niemand dort von obergewissenhaften Ordnungshütern verjagt.

Die Verordnung der Stadt Hameln, nach der ja alles Mögliche auf Wiesen der Stadt verboten sein soll, ist nur ein Beispiel von vielen dafür, dass so ganz allmählich die Freiheit des Bürgers immer mehr mit Füßen getreten wird. Gebote und Verbote, wo wir hinschauen!

Das Kind nicht immer mit dem Bade ausschütten!

Sehr wohl kann ich mir natürlich erklären, wie es zu dieser neuen Verordnung kommen konnte:

Wer am Sonntag den Weserradweg benutzt, der wird oft genug schon in den Scherben zerdepperter Bierflaschen spaziert sein. Das Weserufer scheint oft genug der Meeting Point für Feiern und Trinkgelage zu sein, die dann offensichtlich häufig ausufern. Ich kann auch gut verstehen, dass die Stadt mit leerem Säckel keine Möglichkeit hat, hier täglich und vor allem am freien Wochenende Scherben zu sammeln. Da wäre schon die Disziplin der Feiernden erforderlich und die scheinen dafür kein Feeling zu haben. Für den Hameln Besucher und auch für uns Bewohner ist das natürlich kein Zustand.

Würde man nun ein paar Mal die städtischen oder polizeilichen Ordnungshüter am Samstagabend dort vorbei schicken um für Ordnung zu sorgen, so wäre das Problem gewiss bald vom Tisch. Das Verbot alkoholischer Getränke auf der Wiese zu sich zu nehmen, hilft da ja allein eh nicht. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass nach herkömmlichem Stadtrecht "Flaschen werfen" an der Weserpromenade erlaubt ist. Würde man die paar Störenfriede zur Vernunft bringen, müsste man nicht allen fröhlichen, geselligen Bürgern und Touristen ihr Sonnenbad verbieten. Aus diesem Grund kann ich auch den Bürgerprotest, der für den 24. August mit einem Piknick im Bürgergarten angesetzt ist, sehr gut verstehen. Und ich würde da sogar mitmachen, wenn ich vor Ort wäre!

Warum brauchen wir dual career?

14.05.2012

Halte gerade druckfrisch das Praxishandbuch der Robert-Bosch-Stiftung und des stat. Landesamtes Baden-Württemberg zum Thema "Dual Career" in den Händen, an deren Entstehung ich selbst durch eine längere Befragung zum Thema mit beitragen durfte.

Bei der Durchsicht des Ergebnisses werde ich sehr nachdenklich, wenn ich mir überlege, was für politische Rahmenbedingungen notwendig sein werden, um in Niedersachsen und speziell für uns in Hameln die Abwanderung junger Akademiker und Fachkräfte zu stoppen.

Moderne "Dual Career Couples" sind anspruchsvoll, zumindest verglichen mit den Bedingungen, die sie vorfinden. Was wollen sie:

  • Bei mehr als 75% wollen beide berufstätig sein.
  • Sie wollen wohl Kinder, aber viele verzichten auf Kinder, solange sie bei der Karriere zurück stecken müssten.
  • Beide wollen bzw. arbeiten Vollzeit.
  • Für beide Partner spielt beim Job- und Standortwechsel die Perspektive, die auch den Partner erwartet, eine entscheidende Rolle als Entscheidungshilfe.
  • Das Durchschnittsalter der Paare liegt bei ca. Mitte 20-30 Jahren.

Entsprechend darf davon ausgegangen werden, dass der ländliche Raum es schwer haben wird, diese Paare in der Region zu halten. Denn hier gibt es zwar genügend Fachkräftemangel, zum Teil mehr als im Ballungszentrum, aber dass einem qualifizierten Paar direkt 2 Jobs angeboten werden können, ist eher selten. Aber, auch das steht zwischen den Zeilen, die jungen Frauen möchten nicht mehr zu Gunsten ihrer Partner verzichten oder zurückstecken. Und das kann ich sehr gut nachvollziehen.

Wir brauchen aber nun einmal jede Fachkraft in unserer Zukunft, denn über 600.000 Erwerbstätige weniger müssen bis 2030 verkraftet werden und das geht nur, wenn wir politisch familienfreundliche Rahmenbedingungen schaffen und diese in den Betrieben auch leben werden. Nur dann schaffen wir die Voraussetzungen, die Frauen brauchen, um beruflich aktiv zu bleiben und Kinder zu haben. Eine Voraussetzung für kleinste Abmilderungen beim "demografischen Wandel" wird die Beschäftigung unserer qualifizierten Frauen sein! Die wiederum brauchen Perspektiven und idealen Nährboden, um auch Kinder zu bekommen.

Auf uns als Unternehmer und auf unsere Politik kommt einiges zu. Dual Career Förderung ist eine Antwort, familienfreundliche Unternehmenskultur eine weitere und gute Kinderbetreuung mit qualifizierten Bildungs- und Ganztagesschulangeboten eine weitere.

Ein Gespräch mit unserem Staatssekretär im FDP geführten Wirtschaftsministerium des Landes zeigt mir deutlich, dass dort die Zeichen erkannt worden sind und das macht mich sehr froh.

Wir brauchen den freiwilligen Schulterschluss von Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Politik. Und dafür setze ich mich ein!

Gesamt: 7 Treffer
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